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Ventilator oder Klimaanlage – eine Entscheidungshilfe

Sobald die Temperaturen im Sommer steigen, stellen sich viele von uns die Frage: Wie verschaffe ich mir Abkühlung? Ob zuhause oder am Arbeitsplatz – wohlfühlen ist wichtig, und das muss natürlich auch bei Hitzewellen, wie sie in Deutschland immer wieder auftreten, möglich sein.
Nun gibt es natürlich die Menschen, die sich erst ab 30 Grad so richtig gut fühlen. Ihnen macht die Hitze nichts aus, ganz im Gegenteil, mit kurzen Hosen, Flipflops und T-Shirt sitzen sie an ihrem Schreibtisch oder auf dem Sofa und können sich genauso gut konzentrieren wie bei 23 Grad. Für diese Menschen stellt sich die Frage nach einem Ventilator oder einer Klimagerät eher weniger. Für die meisten von uns aber durchaus – und eine kleine Entscheidungshilfe liefern wir Ihnen mit diesem Beitrag:

Was sind Ventilatoren?

Jeder kennt den klassischen Decken- oder Standventilator mit den Propellerflügeln, der Luft zum Aufwirbeln bringt und so direkt für Abkühlung sorgt. Aber die Temperatur im Raum wird doch nicht niedriger? Das stimmt. Doch durch den Luftstrom des Ventilators trocknet der Schweiß auf unserer Haut schneller, was einen großen Abkühlungseffekt hat. Auf dem Ventilatormarkt haben Hersteller wie ewt aber gut nachgezogen – neben den gewohnten runden Ventilatoren wie dem Wood Air gibt es nun auch Turmventilatoren. Sie arbeiten zwar vom Prinzip her gleich (Luft ansaugen und wieder ausblasen), haben aber keine Propeller, sondern Lamellen, die durch Bewegung den Luftstrom verursachen. Dazu gehört zum Beispiel der Zephyr Carbon. Und dann gibt es noch die ganz neuen Modelle ohne Rotorblätter oder Lamellen, die über den Luftdruck arbeiten, zum Beispiel der Ultim’Air von ewt.

Vorteile von Ventilatoren

Ventilatoren haben viele Vorteile, die für den Kauf eines solchen Produktes sprechen.
Niedrige Kosten
Ventilatoren sind viel günstiger in der Anschaffung als Klimaanlagen und benötigen auch im Betrieb so gut wie keine Wartung, so dass Kosten für die Instandhaltung entfallen.
Keine Installation

Stecker in die Steckdose – fertig! Bei Ventilatoren müssen keine besonderen Installationsvorgaben beachtet werden, Hauptsache, sie werden so aufgestellt, dass sie keine Gefahr für Sie und Ihre Lieben oder Kollegen darstellen.

Absolute Mobilität

Die Geräte können nach Belieben dort aufgestellt werden, wo sie gerade benötigt werden. Die einzige Begrenzung ist die Länge des Kabels des jeweiligen Gerätes.

Keine Raumabkühlung
Vor allem in Räumen, die von mehreren Menschen genutzt werden, ist es durchaus ein Vorteil, dass ein Ventilator eher individuell am eigenen Schreibtisch oder am Lieblingsplatz auf der Couch eingesetzt werden kann. Denn das Temperaturempfinden ist bei jedem anders, und Diskussionen über die perfekte Raumtemperatur kennt wahrscheinlich jeder ...
Keine Temperaturstürze
Für die Gesundheit tückisch ist im Hochsommer der Wechsel zwischen klimatisierten Räumen und der Außenwelt, bekannt vor allem aus dem Auto. Das führt oft zur Sommergrippe – mit einem Ventilator kann’s aber nicht passieren.

Nachteile von Ventilatoren

Der einzige Nachteil vom Ventilator besteht darin, dass er nicht die Raumluft abkühlt, sondern nur den- oder diejenigen, der sich in der Nähe des Ventilators aufhält – ob das ausreicht, ist natürlich jedem selbst überlassen.

Was sind Klimaanlagen?

Klimageräte arbeiten mit einem Kältemittelkreislauf oder aber mit Tanks, die mit Wasser gefüllt sind, wobei die Kältemittel-Geräte dominieren. Die Technik einfach erklärt: Das Kältemittel fließt zwischen den Kühlrippen und einem Kompressor. Dort wird es verdichtet und verflüssigt, danach dehnt es sich zwischen den Kühlrippen aus und verdampft. Bei diesem Vorgang wird die Raumwärme aufgenommen, abgekühlt und in den Kompressor befördert. Es ist ein in sich geschlossenes System, bei dem das Kühlmittel nicht verloren geht.
Allerdings produziert der Kompressor Wärme, da er elektrisch betrieben wird. Diese muss nach außen befördert werden, deshalb müssen alle Klimaanlagen egal welcher Größe eine Verbindung nach draußen haben. Hier gibt es drei Möglichkeiten: Die „einfachen“ Monoblock-Geräte verfügen über einen Schlauch, der ins Fenster gelegt wird. Bei Split-Klimaanlagen ist der Kompressor draußen, die Kühlrippen innen, es wird also bei der Installation ein Wanddurchbruch benötigt. Die dritte Variante sind Splitgeräte, die direkt in der Fensteröffnung installiert werden.

Vorteile von Klimaanlagen

Es gibt eigentlich einen Vorteil bei Klimageräten: Sie kühlen den gesamten Raum auf die gewünschte Temperatur herunter, so dass es nicht wesentlich ist, wo man sich in dem Raum befindet.

Nachteile von Klimageräten

Hohe Kosten
Im Vergleich zu Ventilatoren sind Klimaanlagen sehr teuer in der Anschaffung und auch im Betrieb, da viel mehr Strom benötigt wird, um das Gerät nutzen zu können. Während durchschnittliche Ventilatoren ca. 40 Watt pro Stunde verbrauchen, sind es bei Klimageräten circa 1.000 Watt.
Komplizierte Installation
Wanddurchbrüche, Befestigung in der Fensteröffnung, Dämmung der Fensteröffnung bei Monoblock-Anlagen mit Schlauch: Wer sich für eine Klimaanlage entscheidet, hat erstmal viel zu tun, was die Kosten weiter in die Höhe treibt.
Keine Flexibilität
Vor allem die fest installierten Klimageräte können nicht mehr bewegt werden. Die Monoblock-Variante kann zwar theoretisch in verschiedene Räume „umziehen“, doch ist da jedes Mal das Problem der Abdichtung des Fensters.
Hohe Disziplin
Sobald die Klimaanlage läuft, muss stets darauf geachtet werden, dass alle Fenster und Türen geschlossen sind, um den Kühlungseffekt nicht zu torpedieren.
Temperatursturz
Durch die oft sehr deutlichen Unterschiede zwischen der Innenraum- und der Außentemperatur steigt das Risiko von Sommergrippen, da der menschliche Körper diese Schwankungen nur schwer wegsteckt.
Umweltgedanke
Natürlich nutzt man eine Klimaanlage über viele Jahre, gar Jahrzehnte hinweg. Doch wenn sie einmal entsorgt werden muss, kann dies ein Problem darstellen, da die Kühlflüssigkeit Sonderabfall ist und nicht recycelt werden kann.

Ventilator oder Klimaanlage – was ist besser?

Diese Frage spaltet in jeder Hitzeperiode die Nation. Wenn es um Kosten geht, liegen Ventilatoren definitiv ganz weit vorne: Sie sind viel günstiger in der Anschaffung und noch günstiger im Betrieb, da sie einen Bruchteil des Stroms von Klimaanlagen brauchen. Außerdem verursachen sie keinerlei Installationskosten, Stichwort Wanddurchbruch oder Fensterdämmung. Und auch die Praktikabilität ist bei Ventilatoren unschlagbar: Jedes Gerät lässt sich ganz einfach dorthin stellen, wo es gerade gebraucht wird.
Auf der anderen Seite bringen Klimageräte eine konstante Raumtemperatur und werden deshalb als zielführender erachtet. Doch auch hier lauern „Gefahren“, vor allem wenn sich mehrere Leute in einem Raum befinden: Die Diskussionen über die richtige Temperatur kennen alle, die eine Klimaanlage im Auto oder im Büro haben. Und die Temperaturschwankungen zwischen Innen und Außen sind nicht besonders gut für die Gesundheit.
Am Ende ist es eine persönliche Entscheidung, die viel mit dem Wohlbefinden, aber auch mit dem verfügbaren Budget zu tun hat. Bei ewt bieten wir für die Erfrischung im Sommer ein umfassendes Sortiment an Ventilatoren für jeden Einsatz, und mit dem Multicool bzw. dem Multipro erhalten Sie ein Gerät, das auch eine Kühlfunktion hat, die einer Klimaanlage sehr ähnlich ist.

Sommer-Life-Hacks mit Ventilatoren

Um den (Ab-)Kühlungseffekt mit einem Ventilator noch zu verstärken, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zwei Tipps stellen wir Ihnen hier vor:

Der luftkühlende Ventilator

Für die Klimaanlage Marke Eigenbau brauchen Sie ein Handtuch, einen Stuhl, einen Eimer oder eine Schüssel mit Wasser und natürlich einen Ventilator. Machen Sie das Handtuch nass, wringen es gut aus und hängen es so über die Stuhllehne, dass sich ein Ende im Wassereimer befindet. Es muss natürlich kein Stuhl sein – ein Wäschetrockner, ein Kleiderbügel o.Ä. sind ebenfalls möglich. Hauptsache, das Handtuch hat Kontakt mit dem Wasser, damit es nicht austrocknet, und es hängt auf der Höhe Ihres Ventilators. Denn nun kommt dieses Gerät ins Spiel: Durch die Luftströmung wird Verdunstungskälte erzeugt, die wiederum den Raum abkühlt. Fertig ist Ihre eigene Klimaanlage!
Kleines Mädchen schläft in einer selbstgebauten Höhle aus Decken und Kissen

Schlafzimmer richtig abkühlen

Vor allem nachts leiden wir in Hitzeperioden besonders, denn die Räume lassen sich auch mit noch so viel Lüften nicht ordentlich abkühlen und der Schlaf fällt schwer. Unser Tipp: Sobald die Außentemperatur abends sinkt, stellen Sie Ihren Ventilator vor das offene Fenster, mit der Rückseite nach außen. Und dann lassen Sie ihn einfach so lange laufen, wie Sie mögen: Der Ventilator saugt die kühlere Außenluft ein und gibt sie fast genauso kühl in Ihr Schlafzimmer ab. So lassen sich alle Räume schnell und effektiv abkühlen, für ein besseres Wohlgefühl auch bei heißen Temperaturen.